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marter

Posted: Monday, 30 June 2014 | Posted by k | Labels: 0 comments

trotzig sind die
flächen haut
geflossen in die
halbe hand

marter war
das halbe
mir

und lobte ich die
ungeduld
versonnt mir in
der not vor dir

marter war
das halbe
mir

dass die fläche
text blieb
textil die
maschine der not

Krypta

Posted: Friday, 13 December 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Schlüssel in
Nebel getaucht,
Grabhöhlen:
Märtyrerhaus.

Ständig fort
- Inzidenz -
doch immer:
Mensch sein.

Manchmal mir
- schattenarm -
und weit:
Dein Augenlicht.

Unten auch,
warm und
sicher:
Sternenstaub.

Die Hand,
die möchte ich
Dir halten, da,
sehr leise.

Stunden

Posted: Thursday, 5 December 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Der See im Hof
der Balken Stahl
aus Deiner Hand
die Stunde Wind

die tausend alten
Zeilen gelesen
einmal noch und
die Stunde Wind

beweinen und
dann nicht mehr
viel Wind um
die Stunde Wind

nicht mehr traurig
sein, dass die
Liebe alles - schon
wieder alles -

richten
wird
müssen

das pochend-
kleine Leben

Graphitstaub

kalte Stunde

Posted: Monday, 2 December 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

kalte Stunde
fliegt davon
ein Lachen
dunkel
das Dunkel
von Dir und
weg von da

laufen wir
im Süden
und Prismen
in der Luft
Atemfäden
steigen aus
der Haut

die Luft ist
voll von
Blau und
nahem Eis

lichter

Posted: Friday, 29 November 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

berlin
november 2013

weg bis -

Posted: Saturday, 16 November 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

jede zelle in mir
falsch gemacht
und wachsen
lassen

weggesehen
aus meinen
augen
die liebe

wegwärts bist
du gerollt
über mich

zerhackt hast
du mich
zerhaun

und dein
gift mir -

alles

Vom Gehen

Posted: Monday, 11 November 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Die großartige Angst,
sagt er,

in mir
zu mir
mir nach.

Die gewesene,
das Gewesene,
sagt er.

Hastig werfen wir
einander
je Kugeln vor den
Fuß.

Papierne Kugeln,
zerknüllte Träume.

Wie Gewichte
an den Füßen:
das Papier.

Fliesen

Posted: Tuesday, 5 November 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Das schöne Kind,
es legte Fliesen mit mir.

Wir lagen so eng,
die Fliesen, die Kanten

und
ich.

Bald mehr Fliese
und Fuge als Ich.

Und
sie.

Ihre Haare woben sich
als Mörtel mir um den Hals.

Was bleibt

Posted: Saturday, 2 November 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Fingernägel
in Deine Augen

Damit Dir was bleibt

Das Kratzgeräusch
weicher als
das Fell Deiner
Katzen

Sie blicken auf
den Boden und
die Nägel die Nägel
in den Fingern
bohren sich
in weiß und rot
und grau

Viel rot
und Japsen

Endlich Ruhe

Immer leiser

Posted: Thursday, 31 October 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Immer leiser werde ich
schweigen
in Deiner Lautheit
zum Verschwiegenen werden

Ich werde gehen
und bleiben
auf einem Haufen Worte
mir die Hände wringen
um das eine Wort

Was ich nie erbat
Die hohlen Buchstaben
die Du blutend hortest
und abschießt in Salven
aus Deiner Festung

Immer leiser werde ich
Schweigen
Die Fetzen sortieren
die das Gefecht mir ließ

Immer leiser

Dann

Posted: Tuesday, 29 October 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

Es war einmal
ein Regen, der nach oben fiel.
Darin: Eine fliehende Zukunft
der Eintracht eines Kauls
und einer Quappe.

Es ist einmal
mehr so, dass der Hunger
- Kaul und Quappe noch zwischen
den Zähnen mahlend -
über den ungeborenen Frosch lacht.

Es wird einmal
ein Lachen geben, das diesem grünen Tier an einer glasklaren Perlenschnur entrinnt und einen Schall aus Licht in den Regen hält und dort ein Bogen hallt, aus dessen Spannung sich der Pfeil löst, der sich der Unmöglichkeit ins Herz bohrt.

Und dann wird es gut gewesen sein.

Spielplatznotiz

Posted: Wednesday, 28 August 2013 | Posted by k | Labels: 0 comments

That there, that's not me



I
Leben seit einigen Wochen
weniger in die Luft als nach
innen. Brustkorbkrümmung.
Atemnot. Herzbeengung.

II
Tanzende Augen.
Winkender Pimmel.
Sitze und starre recht
kältlich in die Notgeburt
aus Anzitiertem.

III
Jeden Weg dreimal
fahren. Über die Steine.
In die Rinnen. Blutgefäße
quetschen. Aber nur auf
der rechten Körperhälfte.

IV
Das Herz schonen.
Immer mal aussetzen

V
Lassen

VI
Über
Übelkeit
Reden

Traum vom Fliegen

Posted: Friday, 16 August 2013 | Posted by k | Labels: , 0 comments


I

Wir stehen auf dem Turm.
Und rauchen wie ein Schlot.
Und gehen wieder runter.


II

Ich stehe und sehe in den Himmel.
Im Himmel dein Flugzeug.
Viel Wind.

Um das Fliegen.

Ich sitze auf dem Stuhl und weine.
Im Weinen dein Gesicht.
Viele Tränen.

Wegen dem Fliegen.

Ich mache dir die Tür auf und lache.
Im Lachen Übelkeit.
Und Lügen.

Für das Fliegen.


III

Du sagst,
du stockst,
du sagst, ja, im Himmel, da war sie.

Du stockst,
du sagst,
du stockst, aber ja, ich mag dich so.

Unter einem Berg von Daunen
raune ich leise,
daunig sanft, aber ja, du magst sie so.


IV

Häuser baut man nicht im Himmel.


V

Ich nehme meine Ziegel und gehe.